Kreative Oase im Voralpenland entdeckt: das Röslerhaus in Fischbachau

Röslerhaus Fischbachau Pension Zimmer mit Frühstück Studio
Studio (c) Röslerhaus, Wolfgang Steckert

An einem herbstlichen Sonntag begrüßt mich Amely Steckert zu einem gemütlichen Frühstück und einem Rundgang durch das Röslerhaus. Die Idee dahinter ist es, das 300 Jahre alte traditionsreiche Haus wieder vermehrt zu einem Künstlerort zu machen. Künstler, wie schon die Schriftsteller, Schauspieler und Musiker, die dem Haus in der Ära von Amelys Großeltern und Eltern seinen besonderen Reiz verliehen haben.

Das Röslerhaus und seine jüngere Geschichte

Am 6. November 1936 entschieden sich Amelys Großeltern, der Schriftsteller Jo Hanns und die Schauspielerin Kitty Rösler, für das Haus mit Nähe zu den Bergen und zum Chiemsee. Nach mehreren Nutzungsarten als Wohnhaus, Zufluchtsort und Flüchtlingsherberge, bot Amelys Mutter ab den 60er Jahren einzelne „Zimmer mit Frühstück“ für Urlaubsgäste an. Daraus entwickelten sich viele treue Stammgäste, die auch heute noch im Röslerhaus Urlaub machen, teilweise bereits in der dritten Generation.

Röslerhaus Fischbachau Pension Zimmer mit Frühstück Braunes Zimmer
Braunes Zimmer (c) Röslerhaus, Wolfgang Steckert

Apfelgrünes Zimmer, Balkonzimmer

Die Namen der Gästezimmer sind Programm: jedes der sieben Gästezimmer ist anders eingerichtet. Viel Liebe zum Detail findet sich in der Auswahl der antiquarischen Möbel und Bilder. Die Tapeten spiegeln den Zeitgeist vergangener Jahrzehnte wider. Das Kaminzimmer lädt beim offenen Feuer zum Lesen, Ruhen oder Teetrinken ein. Die herrliche Sofalandschaft im großen Wohnzimmer mit Klavier versprüht den Charme vieler unterhaltsamer Abende. Im Frühstückszimmer mit großem Brunch-Buffet könnte ich es mir stundenlang gut gehen lassen.

Amely Steckert – die Seele des Röslerhauses

So antiquiert einerseits die Einrichtung erscheint, so weltoffen, herzlich und modern geht Amely als Seele des Hauses mit ihren Gästen um. Sie selbst ist im kreativen Theater- und Kostümierungsbetrieb groß geworden, hat einige Jahre in London verbracht und auf langen Reisen viel von der Welt gesehen. Im Röslerhaus hat die Pensionsleiterin in der dritten Generation ihre alte Heimat neu wiedergefunden.

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Zimmer mit Frühstück (c) Röslerhaus, Wolfgang Steckert

Lust auf interessierte Gäste

Kulturelles Interesse vereint die drei Generationen des Röslerhauses: die Pension wird auch als Begegnungsstätte für Kulturinteressierte und Kulturtreibende geführt. Dabei steht die Kultur sowohl für Kreativität und Künstlerisches, als auch für einen offenen Kulturübergreifenden Austausch. Die Pension stellt den Rahmen für einen Ort voller Inspiration, zum Arbeiten und Diskutieren, und auch für den privaten Rückzug: „Privat sein dürfen, und das auch können“ steht hier nicht nur bei bekannten Persönlichkeiten im Vordergrund.

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Pension (c) Röslerhaus, Wolfgang Steckert

Schriftsteller finden im Röslerhaus die Ruhe und Inspiration zum Schreiben, Musiker einen geeigneten Ort für Probephasen. Nicht zeitgleich, sondern nacheinander. Denn Amelys feine Gesamtkoordination der Gäste lässt erahnen, dass sie die Vorlieben ihrer Gäste sehr genau kennt und die Gästeplanung entsprechend steuert.

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