Fasziniert von neuen Entwicklungen der Musik als Medizin

oder

Was hat Musik damit zu tun, wenn es um non-drug therapies mit drug-like effects geht?

Auf der DLD-Conference 2017 mit Themen rund um Digital Life Design in München ging es unter anderem auch darum, wie Musik und Technik zusammenspielen. Mich interessierte dabei vor allem eine Diskussionsrunde, die sich mit den Reaktionen von Menschen auf Musik befasste. Konkret damit, wie unterschiedlich jeder Einzelne auf Musikstücke reagiert. Und um die Frage, wie wir Musik gezielt einsetzen können, um Krankheiten vorzubeugen. Beziehungsweise, wie wir kranken Menschen den Heilungsprozess ermöglichen, erleichtern oder ihn beschleunigen.

Marko Ahtisaari berichtete über seine Erkenntisse seiner amerikanischen Firma. Er ist CEO and Co-Founder von Sync Project und befasst sich mit den Wirkungsmöglichkeiten von Musik auf Menschen.


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Persönliche Datenvielfalt unterstützt die individuelle Therapiemusik

Wie funktioniert das System? Es gibt ja bereits zahlreiche Selbstverbesserungs-Messgeräte und Apps dazu. Wir können unsere täglichen Schritte zählen, den Kalorienverbrauch oder Puls messen und beispielsweise unsere Schlafgewohnheiten aufzeichnen. Daraus ergeben sich viele Ansatzmöglichkeiten für therapeutische Vorschläge.

Musik, in diesem Kontext, ist in der Regel bearbeitete Musik, die genau auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt ist: hat der Patient beispielsweise Einschlafschwierigkeiten (die vorher mit Schlaftabletten behandelt wurden), dann erhält er nun jeden Abend vor und zum Einschlafen Musik über seine App eingespielt, die genau auf seinen Gemütszustand abgestimmt ist. Die App nimmt dazu die Daten aus der Pulsmessung oder andere körperliche Daten, die bereits erfasst sind, und passt die Musik so an, dass sie den Patienten zur Ruhe kommen lässt. Und zwar jeden Abend wieder neu, nach aktuellen Messungen und mit exakt zugeschnittener Musik.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich dieses ganze Thema entwickelt und welche Erkenntnisse es dazu noch geben wird.

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